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Schlangen und mehr...

Tipps:

 

- Absolute "no-goes"
- Quarantäne und einschicken von Kotproben
- Futterverweigerer
- Geschlechterbestimmung

 

 

Absolute "no-goes":

 

  • Niemals Klebestreifen in irgend einer Form im Terrarium verwenden!
    Auch keine Tesa-Powerstrips zum Befestigen von Beleuchtung oder ähnlichem. Schlangen haben irgendwie das Talent diesen zu lösen und sich darin komplett zu verwirren und festzukleben. Das kann meist nicht mehr ohne massiven Schuppenverlust oder sogar massiveren Verletzungen abgelöst werden.

 

  • Umgedrehte Tonblumentöpfe sind immer ein lustiges Versteck. Die Schlangen mögen sie und gucken immer so vorwitzig oben heraus...
    Jedoch können sie mit ihrem Schuppenkleid schlichtwegs darin stecken bleiben. Und so, dass sie weder vor noch zurück können. Das kann auch mit wiklich üblen Verletzungen enden. Deshalb entweder darauf verzichten, oder die Öffnung so erweitern dass die Tiere auch mit einer Maus im Bauch noch locker hindurch kriechen können. Am besten aber verschliesst man oben das Loch und macht unten ein Neues, welches dann nach unten hin offen ist.

 

  • Meiner Meinung nach sollte man auf jegliche "geschlossene" Verstecke, wie Röhren etc. verzichten. Die Tiere aus einem solchen Versteck heraus zu bekommen, z.B. zur Fütterung, ist einfach ein "Chnorz" und kann in sinnlosem Stress und sogar Verletzungen enden.

 

  • Kornnattern sind keine Kuscheltiere! Die mögen es nicht angefasst zu werden und wollen eigentlich nur ihre Ruhe. Also die Tiere nur dann aus dem Terrarium nehmen wenn es nötig ist, wie zur Fütterung, Gesundheitscheck, reinigen des Terrariums etc. Schlangen im allgemeinen sind keine Tiere "zum anfassen und rumtragen". Sie "mögen" den Kontakt mit uns eigentlich eher nicht... das sollten wir respektieren und uns auf das Beobachten beschränken.

 

 

 

Quarantäne und einschicken von Kotproben:

 

 

Nach der Neuanschaffung einer Schlange sollte unbedingt eine Quarantäne durchgeführt werden. Das Terrarium nur sehr spartanisch einrichten: Haushaltspapier (Zewa), Plastik-Wetbox, Trinkgeschirr und als Verstecke am Besten auch etwas aus Plastik oder Keramik das heiss abgewaschen werden kann. Die Quarantäne kann mehrere Wochen bis Monate umfassen. Bei der Gelegenheit würde ich auch gleich Kotproben sammeln und einschicken, sofern die Schlangen genügend Kot produzieren. Bei Babyschlangen kann es manchmal zu wenig sein. Die Proben können hier eingeschickt werden.

 

 

 

Futterverweigerer:

 

 

Junge Kornnattern können dazu neigen das Futter zu verweigern. Entweder schon direkt nach dem Schlupf, oder auch gerne nach "Veränderungen", wie neuer Besitzer, Stress etc. Bevor man jedoch gleich auf Tricks oder Stopfen zurück greift, sollte man einiges beachten und überprüfen:

 

  • Wurde nach der Anschaffung 5-7 Tage gewartet vor der ersten Fütterung?
    Die Tiere müssen sich erst eingewöhnen (und das in jedem Alter).

 

  • Stimmen die Haltungsparameter?
    Temperatur, Luftfeuchtigkeit, grösse des Terrariums (muss der grösse der Schlange angepasst sein), genügend Verstecke etc.

 

  • Die Schlange nur zum Füttern heraus nehmen und dann auch gleich einen Gesundheitscheck durchführen und das Terrarium ausmisten. Die Tiere wollen ihre Ruhe und mögen es nicht ständig begrabscht zu werden.

 

Muss man dann doch etwas unternehmen, gibt es hier gute Tips zu Futterverweigern und auch zum Auswürgen der Futters: www.guttatus.de

 

 

 

Geschlechterbestimmung:

 

 

Die Geschlechterbestimmung bei Kornnattern wird in der Regel mit zwei Methoden durchgeführt: Poppen und Sondieren.

 

Beim Poppen werden die Hemipenisse der Männchen heraus "massiert". Wo also zwei Hemipenisse erscheinen wird es sich wohl um ein Männchen handeln... Wenn keine erscheinen... nun ja... ist es deswegen noch nicht mit Sicherheit ein Weibchen ;o). Manche Männchen können schon von klein auf genügend Kraft aufbringen um die Hemipenisse drinnen zu behalten und nicht zuletzt zeigt es sich hier wohl auch wie gut man das Poppen beherrscht.

 

Poppen wird eigentlich nur bei Jungschlangen bis zu einem gewissen Alter angewendet, danach ist bei den meisten Kornnattern die Muskulatur zu stark ausgebildet.

 

 

Sondiert werden bei Kornnattern vorwiegend ausgewachsene Schlangen. Hierzu wird ein Metalstab in die Hemipenistasche eingeführt und ausgemessen. Diese Technik liefert meistens recht präzise Ergebnisse. Das Sondieren ist nichts für Jungschlangen! Falls man überhaupt entsprechend kleine Instrumente findet, ist die Verletzungs Gefahr einfach riesig!

 

 

Auf Kathy Loves Homepage findet man sehr gute Infos zu diesen beiden Methoden:

 

Videos - Sondieren