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Schlangen und mehr...

Schneckenhäuser

 

 

Schneckenhaus

Das Schneckenhaus ist für den Landeinsiedler-krebs die wichtigste Überlebenshilfe überhaupt. Da sein Hinterteil nicht durch ein hartes Exoskelett geschützt ist, bedeckt er es mit einem harten und stabilen Schneckenhaus. Dieses schützt ihn vor Fressfeinden und vor dem Austrocknen. Er trägt darin immer einen Wasservorrat mit sich herum.
Dem entsprechend sollten Schneckenhäuser keine Defekte wie Löcher aufweisen, da das Wasser dort heraus läuft oder zu schnell verdunstet. Sie mögen glatte Innenflächen sehr gerne, so sollten die Häuser nicht zu sehr verwittert sein.

 

Meeresschneckenhäuser werden ganz klar vorgezogen, da sie stabiler und massiver als die meisten Süsswasser- oder Landschneckenhäuser sind. So werden z.B. Weinberg-schneckenhäuser nur im äussersten Notfall angenommen.
Hier gibt es Häuser zu kaufen die mehr oder weniger in Frage kommen für die Krabbler.

Wenn man schaut wie gerne die Krebse klettern und wie fleissig sie dabei auch runterfallen, hat man schon einen weiteren Grund gefunden warum ein Haus stabil sein sollte.



Gleich vom ersten Tag an sollte eine Auswahl an geeigneten Schneckenhäuser zum wechseln zur Verfügung stehen im Terrarium. Manche Krebse beschliessen auch zwischen Häutungen mal das Haus zu wechseln. Auch gleich nach der Ankunft im heimischen Terri ist so mancher Krebs froh wenn er gleich in ein besser geeignetes Haus wechseln kann, da die Gelegenheit dazu im Laden oder beim Händler meist nicht gegeben ist.
Die benötigte Grösse des Häuschens kann man in etwa abschätzen: Die Länge der grossen Schere sollte ungefähr gleich sein wie die Breite der Hausöffnung. Mit der Zeit entwickelt man ein Gespür dafür welche Häuser bei den Krebsen ankommen und welche Grösse benötigt wird. Schneckenhäuser die uns gefallen, entsprechen nicht immer unbedingt den Kriterien eines Einsiedlerkrebses. Ein Haus passt gut, wenn sich der gesammte Krebs darin zurückziehen und mit Beinen und der grossen Schere den Eingang gut verschliessen kann (siehe Bild oben).

In Amerika sind viele bunt bemalte Schneckenhäuser erhältlich und erfreuen sich einiger Beliebtheit. Ob man das den Krebsen (oder dem eigenen Auge...) „antun“ möchte sollte sich jeder selber überlegen. Ob diese Farben und Lacke den Krebsen schaden können ist auf jeden Fall nicht restlos geklärt und es wird auch berichtet dass Krebse schnell von einem bemalten in eine natürlich belassenes Schneckenhaus wechseln wenn sie die Gelegenheit dazu bekommen.

In freier Wildbahn sollen die Krebse gut geeignete Häuser auch manchmal noch weiter bearbeiten. Solche umgebauten Häuser sind äusserst begehrt und bleiben über Generationen in den Populationen erhalten.
Ebenso bilden sich häufig „Häuserwechsel-Ketten“ oder „-Schlangen“. Ein Krebs untersucht ein neues Haus und hinter ihm wartet schon einer auf das vermutlich freiwerdende. Bei solche Schlangen habe ich schon bis zu 4-5 Krebse gesehen die so auf ein neues Haus warten. Schön der Grösse nach aufgereiht in einer Schlange. Wenn der Erste dann beschliesst zu wechseln kann das eine richtige Häuserwechsel-Kettenreaktion auslösen.
Im Terrarium wird das wohl kaum vorkommen, da hier meistens eine ausreichende Auswahl an guten Häusern vorhanden ist. Aber auch hier wird ein Haus immer erst ausgetestet. Mit Beinen und Schere von Innen und Aussen ausgiebig abgetastet, bevor man einen Hüpfer ins neue Heim wagt. Das alte Haus wird dabei nach Möglichkeit nicht losgelassen, falls das neue Domizil doch nicht den Erwartungen entsprechen sollte.

Einsiedler

 

Solche Alternativhäuser wie auf dem Bild, schauen zwar witzig aus, zeugen aber von einem absoluten Notstand. Krebse in der Grösse, haben es in der Natur nicht gerade einfach ein geeignetes Haus zu finden. Deshalb werden manchmal auch Kokosnüsse oder von uns Menschen zurückgelassene Gegenstände notgedrungen akzeptiert.

 

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